24. August. 2009. 12:30.

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Teil 3 in Charleston

Von der 95 Richtung Sueden sind wir quer Feld ein und parallel zum Aequator Richtung Charleston an die Kueste South Carolinas gefahren. Eine einzige Strasse, etwas zwischen Schnellstrasse und Autobahn, zweispurig, mit einem Gruenstreifen getrennt von der anderen Fahrtrichtung, wuerden also links und rechts Haeuser zu finden sein, die ihren Briefkasten wirklich und wahrhaftig vorn an der Strasse, also am Highway hatten. Und dann hier und da aller 20 Meilen eine Schule. Keine Zaeune, kein Platz fuer Autos, die mal am Strassenrand parken wuerden. Unglaublich. Und rings herum? Das Nichts! Und dann kamen wir von der Strasse ab und alles wurde immer verzweigter und endlich dichter besiedelt. Ein Glueck. Das erste Ziel hiess Magnolia Gardens (www.magnoliaplantation.com). Eine unendliche lange und verwinkelte Einfahrt fuehrte uns zu einem Budenhaeusschen, dass Tickets im Wert von 15 Dollar verkaufte. Ohne den Mann umzufahren, der davor stand, rollte ich also im ersten Gang und die Kupplung getreten an den Mann heran. Das Herz klopfte arg und nein, beim Wegrollen ging der Wagen nicht etwa aus, er rollte wie von allein auf den Parkplatz. Das Wetter war nicht das schoenste, es war grau, verregnet und feucht. Und vielleicht 80 Fahrenheit. Aber was will man machen? Und so liefen wir durch diesen unendlichen Garten, wurden sogar von einem heftigen Urwaldregen eingeholt und haben echte Faun in wahrhaftiger Natur beobachten koennen. Baeume so gross wie Berge und Pflanzen fernab jeder Vorstellung von Osterstrauch und Weihnachtsbaum. Wunderschoen. Wenn ich schon etwas aelter waere, dann wuerde ich mich bestimmt nicht mehr beherrschen koennen und die Worte wunderbar und wunderschoen und S-U-P-E-R nicht mehr aus dem Kopf bekommen, aber selbst mit meinen 19 Jahren und noch nicht so sehr auf Pflanzen aus, war ich recht begeistert gewesen. Nicht weit entfernt lag also Charleston. Charleston ist eine alte Hafenstadt, die eine Hochburg der Piraten im 17. Jahrhundert war! Die Stadt ist so vielfaeltig und die Haeuser sehen aus wie kleine Finkas und Palmen und gruenes Blattwerk quillt aus jeder Ecke. Die Fuehrung des alten Handelshauses haben wir Profitouristen dann auch noch ueber uns ergehen lassen, nach dem der nette junge Blonde im Kostuem fast uns umsonst durchgeschleust hat. Und wie bei jedem Amerikaner, kamen auch seine Vorfahren mal aus Deutschland nach Amerika und er konnte gleich gar nicht von uns los lassen. So weiss ich jetzt, dass die Piratenhochburg Charleston zu einer der bedeutungsvollsten Staedte an der Ostkueste neben NeuAmsterdam(New York City) und Philadelphia (auf Grund der Unabhaengigkeitserklaerung) zaehlte. Warum ist ganz einfach: Charleston war eine der reichsten Staedte, weil die Piraten das Gold in der Stadt verkaufen wuerden, dass sie auf See und in anderen Staedten ergaunert haben und gleichzeitig ihr dadurch gewonnenes Bargeld in Spielunken, Hotels, Bordellen und Kneipen wieder in die Wirtschaft Charlestons hineinpumpen wuerden. Doch dann wurden alle Piraten in Charleston gehaengt bis auf drei. Warum weiss keiner. Und so hatte diese Aera auch ein Ende. Und unsere Tour mit dem netten Amerikaner auch. Die Hafenluft von Charleston noch in der Nase, vom herumspazieren im Stadtkern, hatten wir unser naechstes Ziel Savannah fast vor Augen. Und so fuhr ich den selben Weg zurueck auf die 95. Querfeld ein. Feiertag, kein Mensch auf der Strasse und die Begrenzung hiess: 50 Meilen pro Stunde. Und wie ich so gucke und gucke und die Haeuser sehe und zaehle, da kommt mir doch gerade etwas komisch vor. Ach ja, da im Rueckspiegel: Blaulicht. "Na da fahren wir mal auf die rechte Spur, man muss ihm ja Platz machen, dem Herrn Polizeimann. Wo der wohl hin muss?" Fragte ich mich. "Komisch, jetzt faehrt der auch auf die rechte Spur. Hm, der weiss aber auch nicht was er will." Also wurde ich langsamer, aber alles nur um ihn vorbeizulassen. Doch irgendwie wollte der nicht an mir vorbeifahren. So fuhr ich noch langsamer. Und noch ein bisschen. Und er auch. Und ich dann. Ja also ich bin dann stehen geblieben, vor Angst habe ich gleich das Auto abgewuergt. Und da stand er, an meinem Fenster. Und da sass ich, in dem Fahrersitz die Haende fest ins Lenkrad gekrallt. "Fahren sie bitte links auf den Gruenstreifen, Ma`m, wir wollen hier keinen behindern am Strassenrand." "Witzbold" denke ich mir. Seit Stunden ist hier keiner ausser mir und jetzt er. Wie ich das Auto dahin gerattert habe wird mir der Motor bestimmt verzeihen, aber der Polizeimann, dass ich auch immer was(?!) falsch gemacht habe..? Wie ueblich musste ich Fahrzeugscheine und Fahrausweise vorlegen. Sonnenbrille und Hut, ganz cool. Ein weisser und kleiner Polizist, aber gut durchtrainiert. "Aus Deutschland. Na da schau her. Aus welchem Part denn?" "Urgh. Ahahahaaaaa. Ja, man, ausm Osten. Denkst bestimmt auch, dass de uns befreit hast, ne?!" Hab ich mir gedacht, aber nur "From the east part" gesagt. Und dann die Frage:"Irgendeinen Grund, warum sie 64 auf einer 50ger Strasse fahren?" "Nein, Officer, den gibt es nicht. Ich habe wohl die Anzeige aus den Augen verloren Officer, Sir, es tut mir ausdruecklich leid, das wird wirklich nie wieder vorkommen, Officer, Sir, versprochen." Und er so: "Ich gebe dir eine Verwarnung, hier ist viel Polizei unterwegs, im Sueden, denkt daran." Und dann ging er und ich musste das Auto irgendwie aus der Versenkung des Gruenstreifens wieder herausbekommen und das im Rueckwaertsgang, wo ich auch so gerne rueckwaerts fahre. Wie es mir koerperlich danach erging, brauche ich ja nicht zu erwaehnen. In Savannah angekommen und bereit dort zu Abend zu essen, waren wir mehr als enttaeuscht. Diese Stadt ist wirklich keinen Besuch wert. Mehr als eine Stunde sind wir mit dem Auto durch alle Strassen geirrt, nur um etwas interessantes zu finden. Doch vergeblich. In einer Seitenstrassen beobachten wir bestimmt ueber 50 schwarze Kinder beim Spielen. Alle barfuss, bildeten sie einen Spalier, der uns Platz zum passieren machte. Ich glaube ich habe mit meinen 19Jahren die erste Vorstufe von einem Slum gesehen. Nach dieser dicken Enttaeuschung haben wir den Rest des Weges auch noch auf uns genommen und sind dann endlich um Mitternacht auf Amalia, einer Insel in Florida, angekommen. Frisch geduscht sind wir dann unendlich muede ins Bett gefallen. Bis zum naechsten Tag...wo wir....

1 Kommentar 11.6.09 18:37, kommentieren

Zwischenmeldung: zu viel eiscreme in meinem bauch

meine Guete bin ich ausgelaucht. Ich bin viel zu muede, um heute noch irgendetwas zu machen. Es ist unglaublich wie die Zeit vergeht. Ich habe beschlossen mit meinem Blog umzuziehen oder ihn ganz und gar aufzugeben. Zum einen, weil ich wirklich kaum noch zur Schreiberei komme und aber weil kaum Besucher hineinschauen und ich fuer Herrn Niemand zu posten scheine. Das Gaestebuch eine leere Grasslandschaft und die Kommentarwiese auf eh und je frei. Bald wird auch das Kapitel Amerika beendet sein und dann faengt endlich etwas Neues an. Aber um nicht allzu negativ daher zu schreiben, werde ich den Roadtrip meines Lebens noch bis zum letzten Tag niederschreiben! Also, seid ihr gespannt.

9.6.09 00:03, kommentieren

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